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Schwarznessel

Die Schwarznessel ( Black Horehound ) ist eine Pflanze, deren über der Erde wachsende Teile zur Herstellung von Medizin verwendet werden.

Schwarznessel wird zur Behandlung von Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen, Husten und Keuchhusten verwendet. Zusätzlich hierzu wird Schwarznessel zur Linderung von Symptomen nervöser Störungen – insbesondere milder Schlafprobleme – verwendet. Darüber hinaus wird die Schwarznessel zur Erhöhung des Flusses der Gallensäure eingesetzt. Einige Menschen tragen Schwarznessel als milden trocknenden Wirkstoff (Adstringens) und zur Behandlung von Gicht direkt auf die Haut auf. Rektal wird Schwarznessel als Einlauf gegen Würmer im Bereich des Verdauungstraktes eingesetzt.

Wie wirkt die Schwarznessel?

Die Schwarznessel enthält Chemikalien, die eine ganze Reihe von Funktionen besitzen und bei Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen und anderen Leiden helfen können.

Wie effektiv ist Schwarznessel?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um eine Aussage bezüglich der Effektivität von Schwarznessel bei Übelkeit, Erbrechen, nervösen Störungen, Keuchhusten, Krämpfen, zur Erhöhung des Flusses der Gallensäure, auf die Haut aufgetragen bei Gicht und Rektal als Einlauf zur Behandlung von Wurminfektionen des Darmes verwendet treffen zu können. Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Effektivität von Schwarznessel bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

Nebenwirkungen und Sicherheit

Schwarznessel könnte bei oraler Einnahme für die meisten Menschen sicher und unbedenklich sein, wobei die potentiellen Nebenwirkungen nicht bekannt sind. Es gibt nicht genug Informationen, um eine Aussage darüber treffen zu können, ob Schwarznessel sicher und unbedenklich ist, wenn sie auf die Haut aufgetragen oder rektal verwendet wird.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Die orale Einnahme von Schwarznessel während der Schwangerschaft ist nicht sicher und unbedenklich. Schwarznessel Produkte können den Menstrualzyklus beeinflussen, was die Schwangerschaft gefährden könnte. Es ist außerdem am besten, Schwarznessel während der Schwangerschaft nicht auf die Haut aufzutragen, da nicht genug über die Sicherheit einer solchen Anwendung während der Schwangerschaft bekannt ist.

Auch während der Stillzeit sollte Schwarznessel sicherheitshalber nicht verwendet werden, da die möglichen Auswirkungen auf gestillte Kinder nicht bekannt sind.

Parkinsonsche Krankheit: Schwarznessel enthält Chemikalien, die das Gehirn beeinflussen. Es gibt Bedenken, dass Schwarznessel eine Behandlung der Parkinsonschen Krankheit beeinträchtigen könnte.

Schizophrenie und psychotische Störungen: Schwarznessel enthält Chemikalien, die das Gehirn beeinflussen. Es gibt Bedenken, dass Schwarznessel Menschen, die unter Schizophrenie oder psychotischen Störungen leiden, schädigen könnte.

Wechselwirkungen

Bei einer Kombination von Schwarznessel mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Medikamente zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit (Dopamin Agonisten)

Schwarznessel enthält Chemikalien, die das Gehirn beeinflussen. Diese Chemikalien beeinflussen das Gehirn auf ähnliche Art und Weise wie einige Medikamente, die zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit eingesetzt werden. Die Einnahme von Schwarznessel in Verbindung mit diesen Medikamenten könnte Wirkungen und Nebenwirkungen einiger Medikamente, die bei der Parkinsonschen Krankheit verwendet werden, verstärken.

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von Schwarznessel hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Schwarznessel treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

Referenzen

  1. Daels-Rakotoarison DA, Seidel V, Gressier B, et al. Neurosedative and antioxidant activities of phenylpropanoids from Ballota nigra. Arzneimittelforschung 2000;50:16-23.