Zu Inhalt springen

Forskolin

Forskolin ist in Coleus (Buntnessel) enthalten und gehört zur Gruppe der Terpene. Diese sind in der Natur sehr weit verbreitet, kommen hauptsächlich in Pflanzen vor und sind Bestandteile ihrer ätherischen Öle. Terpene zählen zusammen mit den Steroiden zu den einfachen Lipiden. Sie besitzen antimikrobielle Wirkungen, die in fast allen Kulturkreisen bekannt waren. Coleus forskohlii ist in der indischen Volksmedizin als blutdrucksenkendes Kreislaufmittel und gegen bronchiales Asthma, Grünen Star (Glaukom) und Herzversagen bekannt. Forskolin ist an einer Reihe von Funktionen im Körper beteiligt. Es trägt unter anderem dazu bei, die Blutzirkulation zu verbessern und stärkt die Herzfunktionen. Im Verdauungssystem regt es die Freisetzung von Salzsäure im Magen an und kann Darmkoliken lindern. Im Immunsystem kann Forskolin die Lymphozyten und Makrophagen aktivieren, und es fördert allgemein die Energieproduktion in den Zellen. Es wird auch zur Therapie bei Asthma, Psoriasis sowie bei Störungen im Sexualsystem eingesetzt, z.B. bei Dysmenorrhoen und männlicher Impotenz.

Forskolin wird außerdem genutzt gegen Asthma, Bronchitis und andere chronische Atemwegserkrankungen, weil es das Zusammenschnüren der Bronchien verhindert, da es Bronchien erweiternd wirkt. Es fördert die Regeneration von beschädigten Nerven und hat eine mögliche antidepressive Wirkung. Die Pflanze wirkt abführend und harntreibend, wird angewandt bei Magenschmerzen und Aufgeblähtheit. Coleus wirkt einer schlechten Verdauung entgegen, welche durch einen niedrigen Magensäuregehalt und einen Mangel an Bauchspeicheldrüsen-Enzymen verursacht wird. Es wirkt verdauungsanregend.

Forskolin wird angewendet bei Verkalkung, einer schlechten Durchblutung der Herzschlagader und als Stärkung für das Herz. Es wirkt fördernd auf das Zusammenziehen des Herzens und fördert damit die Herzfunktion. Wirkt generell gefäßerweiternd, auch im Gehirn. Sowohl äußerlich als auch innerlich wird Coleus zur Behandlung von Psoriasis (Schuppenflechte) eingesetzt. Es hemmt außerdem das Zusammenklumpen des Blutes, kann den Blutzuckerspiegel durch Erhöhung der Insulinsekretion senken.

In der Zeitschrift Arzneimittel-Forschung (37, 364-367) wird berichtet, dass Forskolin nachweislich die kontraktile Kraft des Herzens verbessert.

Im Journal of Cardiovascular Pharmacology (16/1) berichteten die Autoren von einer systolischen und diastolischen Blutdrucksenkung unter Forskolin-Anwendung. Gleichzeitig senkte sich der Lungen-Arteriendruck und das Herzminutenvolumen erhöhte sich. Herzschlagvolumen und Schlagvolumenindex wurden um 70 Prozent verbessert. Physiologisch erklärt man die energieverbessernde Wirkung von Forskolin durch seine Fähigkeit, die Adenat-Zyklase-Aktivität zu stimulieren und den Spiegel der zyklischen Adenosin Monophosphatase (cAMP) anheben zu können. Im Klartext: Forskolin wirkt auf Substanzen wie zum Beispiel cAMP, die wiederum bestimmte Enzyme aktivieren können, die für die zelluläre Energie notwendig sind.

Studien

Mehrere Studien über Ergänzungsmittel auf Foskolin-Basis wiesen zwar dessen positive Wirkung auf die Fettreduktion nach. Weil diese Tests aber von Sabina Corporation, die das Patent zur Foskolin-Herstellung hält, finanziert wurde, gab es Zweifel an deren Glaubwürdigkeit. Einige Kritiker warnten vor Nebenwirkungen, die jedoch in anschließenden Toxizitätsstudien nicht festgestellt werden konnten. Im Gegenteil: Foskolin senkt offenbar den Blutdruck und steigert die Lipoproteine mit vorteilhaft hoher Dichte (HDL). In einem weiteren, unabhängigen Test mit zwei Vergleichsgruppen wurde schließlich festgestellt, dass Foskolin tatsächlich Fett abbaut.

Bedarf im Sport

Dr. Badmaev hat in zwei Studien gezeigt, dass Coleus forskohlii Körperfett verbrennen und gleichzeitig den Aufbau von Muskelmasse fördern kann. Foskolin unterscheidet sich aber von Ephedrin, indem es nicht mit den Beta-Rezeptoren in Fettzellen interagiert und nicht dessen Stimulationen auslöst. Coleus forskohlii hat nämlich die einzigartige Wirkung, das Enzym cAMP (cyclic AMP) zu aktivieren. Dieses wiederum stimuliert Enzyme, welche direkt an der Fettverbrennung und am Muskelaufbau beteiligt sind. Während einer 8-wöchigen Studie haben die Testpersonen mit Coleus forskohlii durchschnittlich 8% Körperfett abgenommen und gleichzeitig 7% an fettfreier Muskelmasse aufgebaut. Dieses Ergebnis ist einfach sensationell wenn man bedenkt, dass keine Veränderungen bei der Ernährung, Sport oder im Lebenstil vorgenommen wurden. Das bedeutet, dass sich das Verhältnis zwischen Körperfett und Muskelmasse stark in Richtung Muskelmasse verändert hat. Weiters wurde entdeckt, dass Coleus forskohlii ein sogenannter Vasodilator ist. Das bedeutet, dass es die Adern weitet und so einen stärkeren Pump beim Training ermöglicht. Coleus forskohlii steigert die Funktion der Lunge und des Herzens und hilft auch bei Muskelkämpfen und Muskelkater.

Die Empfehlung für die Einnahme von Coleus forskohlii ist, standardisiert auf 185 forskolin, 50 mg (9 mg forskolin) zwei bis dreimal täglich.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Forskolin ist für die meisten Erwachsenen bei angemessener Verwendung möglicherweise sicher und unbedenklich. Bei einer Gabe als Injektion kann Forskolin Hitzewallungen und niedrigen Blutdruck hervorrufen. Wenn es inhaliert wird, kann Forskolin Reizungen des Halses, Husten, Zittern und Ruhelosigkeit hervorrufen. Augentropfen, die Forskolin enthalten, können ein stechendes Gefühl hervorrufen.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Es ist nicht genug über die Sicherheit von Forskolin während Schwangerschaft und Stillzeit bekannt. Aus diesem Grund sollten schwangere und stillende Frauen sicherheitshalber auf Forskolin verzichten.

Blutgerinnungsstörungen: Es gibt Hinweise darauf, dass Forskolin das Risiko für Blutungen erhöhen könnte.

Herz-Kreislauf Erkrankungen: Es gibt Bedenken, dass Forskolin die Behandlung von Herz-Kreislauf Erkrankungen beeinträchtigen und diese Krankheiten verschlimmern könnte. Forskolin kann den Blutdruck signifikant senken. Man sollte Forskolin mit Vorsicht verwenden, wenn man unter Herzproblemen leidet.

Operationen: Forskolin könnte Blutungen während und nach Operationen verstärken. Aus diesem Grund sollte man die Verwendung von Forskolin 2 Wochen vor anstehenden Operationen beenden.

Wechselwirkungen

Man sollte Forskolin nicht in Kombination mit folgenden Medikamenten verwenden:

Medikamente gegen hohen Blutdruck (Kalziumkanalblocker)

Forskolin könnte den Blutdruck senken. Eine Einnahme von Forskolin in Kombination mit Medikamenten gegen hohen Blutdruck könnte den Blutdruck zu stark senken.

Medikamente, die den Blutfluss zum Herz erhöhen können (Nitrate)

Forskolin steigert den Blutfluss. Eine Einnahme von Forskolin in Verbindung mit Medikamenten, die den Blutfluss zum Herz erhöhen, könnte das Risiko für Nebenwirkungen wie Schwindel und Benommenheit erhöhen.

Bei einer Kombination von Forskolin mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein:

Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen

Forskolin könnte die Blutgerinnung verlangsamen. Die Einnahme von Forskolin in Verbindung mit Medikamenten, die auch die Blutgerinnung verlangsamen, könnte das Risiko für Blutungen und die Neigung zu Blutergüssen erhöhen.

Einige Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen können, umfassen unter anderem Aspirin, Diclofenac (Voltaren), Ibuprofen, Naproxen, Heparin, Warfarin und weitere.